Alles, was ihr über Bean-to-Bar-Schokolade wissen müsst

Woran erkenne ich richtig gute Schokolade? Und was ist das Besondere an Bean-to-Bar? Keine Sorge: wir schaffen Klarheit im Begriffsdschungel rund um Schokolade.

Caro
ARTIKEL VON Caro
16. Juli 2019
Mit der Kakaofrucht fängt alles an: from Bean-to-Bar
Mit ihr fängt alles an: die Kakaofrucht ©Raaka Chocolate

Bean-to-Bar, Direct Trade, Single Origin? Wer auf der Suche nach richtig guter Schokolade ist, muss sich oft durch einen Dschungel von Begriffen kämpfen. Wir räumen auf und zeigen, was Bean-to-Bar bedeutet, warum es sich lohnt, für hochwertige Schokolade auch mal mehr Geld in die Hand zu nehmen. Und wir haben 3 praktische Tipps, wie ihr richtig gute Schokolade erkennt.

Was bedeutet Bean-to-Bar?

Bean-to-Bar ist gerade in aller Munde. Wie der Begriff bereits vermuten lässt, wird Bean-to-Bar-Schokolade aus einer Hand gefertigt, von der Bohne bis zur Tafel. Er beschreibt also ein Handelsmodell, bei dem der Schokoladenhersteller den gesamten Prozess begleitet. Dabei kauft er Kakaobohnen direkt beim Farmer ein, röstet, veredelt  und verarbeitet die Masse dann zum finalen Produkt. Zu der Schokolade, die wir genießen dürfen! Den gesamten Prozess zu verantworten, ist sehr aufwendig. Der Schokoladenhersteller muss Equipment und Expertise für jeden einzelnen Verarbeitungsschritt mitbringen. Gleichzeitig hat er aber durch Bean-to-Bar die Möglichkeit, Geschmack und Qualität der Schokolade von Anfang an zu kontrollieren.

Zum Vergleich: andere Hersteller kaufen üblicherweise Schokoladenmasse ein und verarbeiten diese dann weiter. Auch ihre Leckereien können natürlich von hoher Qualität sein. Sie sind aber eben nicht aus einer Hand und somit nicht Bean-to-Bar. Die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten des Herstellers sind hier nur auf die späteren Schritte, wie z.B. den Zusatz weiterer Zusatzstoffe wie Meersalz, Haselnüsse, etc., beschränkt.

Bean-to-Bar – für Theyo eine Selbstverständlichkeit

Jede Frucht wird vom Farmer einzeln behandelt ©Raaka Chocolate

Wo kommt der Trend her?

Was essen wir da eigentlich? Was ist drin? Und wo kommt es her? Immer mehr Menschen hinterfragen lange Inhaltsstofflisten, undurchsichtige Produktionsketten und Dumpingpreise von Lebensmitteln. Seit der Jahrtausendwende kommt dieser Trend auch in der Schokoladenindustrie an. Passionierte Bean-to-Bar-Hersteller stehen für transparente Handelswege, sorgfältige Produktion und Qualität. Bean-to-Bar soll für Genießer sein, die Wert auf Geschmack, aber auch auf die Geschichte hinter der Schokolade legen.

Ist Bean-to-Bar-Schokolade immer gute Schokolade?

Ist also Schokolade, auf der Bean-to-Bar steht, automatisch hochwertig? So einfach ist das leider nicht. Bean-to-Bar bezieht sich erst einmal auf das Handelsmodell, nicht auf einen Qualitätsstandard. Man sollte sich daher – wie so oft – nicht von trendy Begriffen blenden lassen. Sondern stattdessen lieber einen genaueren Blick auf die Inhaltsstoffe und die Herstellerfirma werfen. Auch große Firmen, die massenhaft Schokolade zu niedrigen Preisen verkaufen, wollen schließlich vom Trend profitieren.

Bean-to-Bar – bei Raaka eine Selbstverständlichkeit

Die Bohnen werden unter der Sonne getrocknet ©Raaka Chocolate

Trotzdem: viele Hersteller, die von der Bohne zur Tafel alles selbst produzieren, schätzen die Transparenz des Prozesses und können so eine hohe Qualität sicherstellen. Für die Kundschaft gilt es, zwischen Bean-to-Bar als Marketingmaßnahme und Bean-to-Bar aus Passion zu unterscheiden. Wir haben 3 Tipps, wie diese Unterscheidung gelingt.

3 Tipps, wie man richtig gute Schokolade erkennt

  1. Was ist drin? Klingt banal, aber ein Blick auf die Inhaltsstoffe schafft oft schon Klarheit. Hier sieht man, ob nur mit Bean-to-Bar geworben wird oder wirklich gute Schokolade vor einem liegt. Denn hochwertige Schokolade besteht vor allem aus einer Zutat: Kakao. Selbst Milchschokolade kann noch einen Kakaoanteil um die 50 % haben. Zucker sollte definitiv nicht die Hauptzutat sein. Es gilt also: Bean-to-Bar ist toll, wenn auch die restlichen Zutaten sorgfältig ausgewählt sind.
  2. Wer steckt hinter der Schokolade? Hinter die Fassade der Firmen zu schauen lohnt sich. Die Berliner Manufaktur Belyzium produziert beispielsweise sogar Tree-to-Bar: von der Ernte der eigenen Kakaoplantagen in Zentralamerika über Fermentation, Röstung, Veredelung bis hin zum Gießen der Schokoladenmasse. Diese Liebe zur Schokolade schmeckt man.
  3. Zu billig, um wahr zu sein? Hochwertige Schokolade hat ihren Preis. Um auf industriell gefertigte Massenware zurückzukommen: Tafeln, die weniger als 1 € pro 100 g kosten, mögen vielleicht in den firmeneigenen Plantagen ihren Ursprung haben. Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt aber der Fokus nicht auf der Qualität, sondern der Masse. Etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, ist also unvermeidlich. Aber ganz ehrlich: es gibt doch keine bessere Investition als Schokolade, oder?
Kakaobohnen für Bean-to-Bar Schokolade zum Verschicken

Nach der Fermentation werden die Bohnen in Säcken transportiert ©Raaka Chocolate

Naschen, fertig, los!

Auch wenn der Begriffsdschungel rund um Schokolade schon an das komplizierte Vokabular eines Weinliebhabers erinnert: Mut zum Probieren! Wer ein echter Schokoladen-Genießer ist, widmet der Auswahl der nächsten Tafel gerne etwas mehr Zeit. Bean-to-Bar ist dabei eine tolle Möglichkeit, transparente Produktionsketten, sorgfältige Handarbeit und guten Geschmack zu genießen.
Und eins können wir versprechen: gute Schokolade schmeckt gleich noch besser, wenn man vor Augen hat, mit welcher Sorgfalt und Handarbeit sie hergestellt wurde.

Gute Bean-to-Bar-Schokolade? Haben wir! Stöbert jetzt in unserem Onlineshop.

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