Wann ist Schokolade vegan? Alles, was ihr über vegane Schokolade wissen müsst!

Seid Ihr auf der Suche nach veganer Schokolade? In diesem erklären wir, wann Schokolade vegan ist, was es für spannende vegane Schokoladenoptionen gibt und wo man diese kaufen kann!

ARTIKEL VON Franzi
18. März 2022

Dass vegane Alternativen mittlerweile bei herkömmlichen, nicht-veganen Produkten mithalten können, hat die Lebensmittelindustrie in den vergangenen Jahren mehr als deutlich gemacht: Es gibt veganen “Wurst”-Aufschnitt, vegane Nuggets, Käsealternativen und noch so viel mehr. Das Klischee, dass Veganer:innen nur Salat und Kerne essen, ist also längst vom Tisch! Auch dem Schokoladengenuss steht eine vegane Lebensweise nicht mehr im Weg. Denn natürlich gibt es auch Schokolade, die komplett ohne die Zugabe tierischer Produkte auskommt. Das Angebot veganer Schokolade beschränkt sich dabei außerdem nicht nur auf dunkle Schokoladensorten. In diesem Text wollen wir Euch einen kurzen Überblick darüber verschaffen, wann Schokolade vegan ist, was es für spannende vegane Schokoladenoptionen gibt und wo man diese kaufen kann!

Wann ist Schokolade vegan?

Um uns alle kurz auf den gleichen Stand zu bringen: Vegane Produkte enthalten keinerlei tierische Produkte, verzichten also auf Inhaltsstoffe wie Milch, Butter und Eier. Viele herkömmlichen Schokoladen aus dem Supermarkt enthalten jedoch Milch, Milchpulver oder Butterreinfett, sind also nicht vegan. Ein ebenfalls nicht veganer Inhaltsstoff, den viele Süßigkeiten beinhalten, ist Schellack. Schellack wird aus Ausscheidungen von Läusen hergestellt und gibt beispielsweise roten Schokolinsen ihre Farbe.

Grundsätzlich gilt, dass dunkle Schokolade eigentlich so gut wie immer vegan ist. Wichtig ist das “eigentlich” in diesem Kontext. Auch wenn man um eine gute dunkle Schokolade herzustellen nicht mehr braucht als Kakaomasse und Zucker, fügen manche Hersteller ihrer dunklen Schokolade beispielsweise Butterfett hinzu, um diese cremiger zu machen und sparsamer produzieren zu können. Denn Butterfett ist deutlich günstiger als Kakaobutter.

Bei feiner dunkler Schokolade verwenden Hersteller statt Butterfett Kakaobutter in der Herstellung von Schokolade, um diese extra cremig zu machen. Lasst Euch von dem “Butter”-Bestandteil dabei nicht verunsichern: Kakaobutter ist vereinfacht gesagt der Fettanteil der Kakaobohne und somit vegan!

Je nachdem, wie streng man Veganismus auslegt, ist auch spannend, sich die Zuckerkomponente in Schokolade anzusehen. Die zwei Hauptquellen der Zuckerherstellung, Zuckerrohr und Zuckerrüben, sind Pflanzen. Zucker ist also grundsätzlich vegan. Manche Hersteller reinigen den Zucker jedoch mit Tierknochenbestandteilen. Ob Zucker also als vegan ausgelegt wird, kommt auf die Herstellungsweise an, und wie streng die jeweilige Person ist. Viele Hersteller feiner Schokolade verwenden für ihre Schokoladen übrigens unraffinierten Rohrzucker.

Der Ursprung von Schokolade ist die Kakaofrucht und somit vegan

Woher weiß ich, ob meine Schokolade vegan ist?

Mittlerweile gibt es natürlich viele Hersteller, die ihre Schokolade gezielt labeln, sodass einem das “VEGAN” Zeichen förmlich ins Auge springt. Labels sind aber teuer und vor allem viele kleinere Hersteller vertrauen auf die Einschätzungsfähigkeit ihrer Konsument:innen und sparen sich den kostspieligen Prozess der Etikettierung. Wann weiß ich also, ob meine Schokolade vegan ist?

Die oberste Regel, die für Veganer:innen sicher keine Neuigkeit ist: Checkt die Zutatenliste! Viele dunkle Schokoladen sind, wie bereits erwähnt, quasi von Natur aus vegan und nicht extra vegan gelabelt. Steht auf der Zutatenliste kein tierisches Produkt, seid ihr auf der sicheren Seite!

Der Zusatz “Kann Spuren von Milch/ Eiern” enthalten sollte Euch übrigens nicht verunsichern. Hersteller:innen, die in ihren Fabriken Produkte mit Allergenen verarbeiten, sind verpflichtet, diesen Hinweis zu drucken. Diese Produkte werden meist nicht einmal in den gleichen Maschinen hergestellt. Der Hinweis bezieht sich lediglich auf Mikropartikel, die durch die Luft schwirren können und richtet sich nur an Menschen mit starken Allergien.

Ein Bestandteil, den Ihr auch häufig auf der Zutatenliste industrieller Schokolade findet, ist Lecithin. Das am meisten verwendete ist Sojalecithin, ein eher seltenes hingegen Sonnenblumenlecithin. Beide sind grundsätzlich vegan. Falls Euch das Thema Lecithin in Schokolade interessiert, haben wir dazu schon einen ausführlichen Artikel geschrieben.

Mittlerweile gibt es viel Schokoladenoptionen, für die keine Tiere ausgebeutet werden

Warum vegane Schokolade nicht nur dunkel ist

Auch wenn dunkle Schokolade also oft vegan ist, heißt das nicht, dass Veganer:innen auf andere Schokoladensorten verzichten müssen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Alternativen, die Milchbestandteile wie Molkenpulver oder Butter in Schokolade zu ersetzen. Über Mandelmehl hin zu Kokosnussmilch  oder Hafer, so gut wie jede vegane Milchalternative kann auch in Schokolade gepackt werden, wodurch die geliebte “Milch”-Schokolade ganz einfach vegan wird!

Auch vegane Liebhaber:innen weißer Schokolade können wir beruhigen: Mittlerweile gibt es natürlich auch weiße Schokolade in vegan. Klassische weiße Schokolade besteht aus Kakaobutter, Zucker und Milchpulver. Bei der veganen Variante ersetzen die Hersteller das Milchpulver ebenfalls einfach durch eine vegane Option.

Und natürlich gibt es mittlerweile auch zahlreiche spannende, vegane Schokoladenkreationen. Über vegane Pistazienschokolade hin zu Tierleid-freien Pralinen und ausgefallenen Kreationen wie Rote Bete Schokolade.

Ihr seht, es ist heutzutage auf jeden Fall kein Problem (mehr), vegane Schokolade zu finden. Ist Euch neben der Frage, ob die Schokolade vegan ist, auch wichtig, feine und fair produzierte Schokolade zu finden? Lest dazu gern noch unseren Blogbeitrag mit den wichtigsten 4 Tipps, worauf Ihr beim Schokoladenkauf achten solltet!

 

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