Kakaobutter – alles, was Ihr darüber wissen solltet

Kakaobutter wird aus der Kakaobohne gewonnen. Doch wie unterscheidet sie sich zu “echter” Butter und wofür verwendet Ihr sie?

ARTIKEL VON Madita Best
24. Juni 2022
kakaobutter kann zum kochen und backen genutzt werden

Wer Schokolade liebt, interessiert sich oft auch für die Bestandteile und Inhaltsstoffe. Was steckt in Schokolade, und was hat es eigentlich mit Kakaobutter auf sich? Wir beantworten Fragen über die Herstellung und die Verwendung!

Für einen guten Geschmack und ein angenehmes Mundgefühl der Schokolade ist die Butter, die bei der Kakaoverarbeitung entsteht, unverzichtbar. Aber sie kann noch viel mehr! Was? Das erfahrt Ihr hier…

Was genau ist Kakaobutter?

Kakaobohnen sind die Basiszutat für Schokolade. Die Kakaobohnen werden nach der Ernte geröstet, damit sie weiter verarbeitet werden können. Nach dem Rösten erfolgt der sogenannte Walzvorgang. Dadurch entsteht Kakaomasse, die der Hauptbestandteil für die Schokoladenherstellung ist. Die Masse kommt anschließend in eine Fettpresse. Die Fettpresse trennt das Fett von den anderen Bestandteilen. Mit diesem Vorgang bilden sich zwei weitere Stoffe: die Butter, über die Ihr hier noch einiges erfahren werdet, und der Kakaopresskuchen. Der Kakaopresskuchen kann zu Kakaopulver verarbeitet werden. Die entstandene Butter ist blassgelb bis hellgelb. Sie hat einen angenehmen, unaufdringlichen Geruch nach Kakao und schmeckt auch ein leicht danach.

Kakaobutter mit messer abgeschnitten auf Holzbrett

Kakaobutter ist im Gegensatz zu Butter aus Kuhmilch zu 100% vegan. © Йоана Петрова via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Wie viel Kakaobutter ist in Schokolade enthalten?

Der Anteil in Schokolade ist genau geregelt. Für die EU gilt die Verordnung über Kakao- und Schokoladenerzeugnisse. Laut dieser Verordnung muss dunkle Schokolade mindestens 43 Prozent Gesamtkakaotrockenmasse enthalten. Davon müssen mindestens 26 Prozent Kakaobutter sein.Bei Milchschokolade, weißer Schokolade und Kuvertüre variiert der Wert, je nach Sorte und Cremigkeit der Schokolade.

Ist Kakaobutter vegan? Und was ist der Unterschied zu Butter?

Nachdem diese Butter ausschließlich aus Kakaobohnen hergestellt wird, ist sie zu 100% vegan. Auch während des Herstellungsprozesses gibt es keinerlei Schritte, die die Kakaobutter “verunreinigen”, so wie es bei manch anderen Produkten der Fall ist. Butter dagegen ist ein tierisches Produkt. Abgesehen von der Namensgebung und einem ähnlichen Äußeren haben Kakaobutter und tierische Butter wenig gemein.

 

Ist in jeder Schokolade Kakaobutter?

Ja, denn sie muss in jeder Schokolade enthalten sein. Leider nutzen viele Schokoladenhersteller:innen nur das vorgegebene Minimum und ersetzen große Teile durch Butterreinfett oder andere Fette wie Palmöl. Dies trägt dazu bei, dass die Schokolade häufig nicht so cremig und vollmundig ist, wie sie eigentlich sein könnte. Übrigens: bei uns im Schoko-Shop findet Ihr nur Schokoladen mit Kakaobutter – denn Butterfett und Palmöl haben in richtig guter Schokolade nichts zu suchen!

 

Ist in weißer Schokolade Kakao enthalten?

Für weiße Schokolade gilt, dass der Kakaobutteranteil mindestens 20 Prozent betragen muss. Weil dieser Anteil aber unter dem gesetzlich vorgegebenen Anteil von 26 Prozent liegt, lautet die Bezeichnung dafür nicht Schokolade, sondern ausdrücklich “weiße Schokolade”. Weiße Schokolade interessiert Euch voll die Bohne? Hier haben wir die spannendsten Infos über weiße Schokolade zusammengetragen.

kakaofarmer pflückt Kakaoschote, um daraus Kakaobutter zu gewinnen

 

Was macht man mit Kakaobutter?

Für die Schokoladenherstellung, aber auch für die Produktion von Kuvertüre und Pralinen ist sie unverzichtbar. Darüber hinaus gibt es noch weitere Verwendungszwecke, die wir Euch im Folgenden etwas erklären.

Wofür kann man Kakaobutter nutzen?

Das Fett, das aus der Pressung der Kakaomasse entsteht, eignet sich gut für die eigene Schokoladenherstellung. Natürlich gibt es wunderbare Schokoladensorten zu kaufen. Aber die Herstellung ist gar nicht kompliziert und zum Beispiel für Kinder eine spannende Sache. Aber auch für angehende Bean-to-Bar-Hersteller, kann ein Schoko-Herstellungs-Experiment zu Hause spannend sein. Schokolade herstellen ist nicht so Euer Ding? Macht nichts! Ihr könnt die Butter auch – wie Öl oder andere Fette – zum Braten verwenden. Der Vorteil? Im Vergleich zu einigen Ölen oder “echter” Butter schmilzt sie rasch und kann bis zu 200° C erhitzt werden, ohne dass sie verbrennt.

Letztlich nutzt die Kosmetikindustrie sie für dekorative und hochwertige Kosmetik. Und auch für Eure DIY-Kosmetik kann ihr Einsatz zu tollen Ergebnissen führen! In früheren Zeiten war die Butter auch eine begehrte Zutat für pharmazeutische Produkte. Wegen des niedrigen Schmelzpunkts wurde sie für die Außenhülle von Zäpfchen genutzt. Mittlerweile ist die Pharmaindustrie aber auf andere Produkte umgestiegen.

 

Wie schmeckt Kakaobutter?

Sie schmeckt leicht nach Kakao. Beim Braten und Kochen ist dies allerdings nicht zu beachten, denn erst mit der Zugabe von Zucker entsteht der typische Schokoladengeschmack. Kakao ist in etlichen Ländern ein Produkt, das gern als Würze für herzhafte Gerichte verwendet wird. Wenn kein Kakaogeschmack erwünscht ist, gibt es auch Butter aus Kakaopressmasse, der mit Wasserdampfbehandlung das Kakaoaroma entzogen wurde.

Wie kocht man mit Kakaobutter?

Grundsätzlich kann sie wie Butter oder ein anderes Fett verwendet werden. Die Butter ist in Blockform erhältlich, aber auch als Chips und als Pulver. Besonders praktisch ist sie beim Braten, wenn sie in Pulverform genutzt wird. Man pudert Fleisch oder anderes Bratgut leicht ein und benötigt so nur eine geringe Fettmenge. Derzeit wird das Pulver hauptsächlich für die Gastronomie angeboten. Für Veganerinnen und Veganer ist die Butter aus Kakaobohnen super geeignet, weil sie keinerlei tierische Bestandteile enthält.

kakaobutter koerperpflege

 

Für welche Pflegeprodukte nutzt man Kakaobutter?

Ein häufiger Verwendungszweck ist die Herstellung von Lippenstiften und Lippenpflegestiften. Für Hautpflegeprodukte ist sie ebenfalls sehr gut geeignet. Die Wirkung gegen Falten ist zwar nicht nachgewiesen, wird unseren Lieblingsfett aber gerne nachgesagt. Für Anti-Aging-Cremes und Lotionen, die als wirksam bei der Behandlung von Narben oder Schwangerschaftsstreifen gelten, wird sie ebenfalls häufig eingesetzt.

Was ist der Unterschied zwischen Kakaobutter & Shea-Butter?

Sheabutter wird aus den Nüssen des Shea-Baums gewonnen, Kakaobutter dagegen aus Kakaobohnen. Sheabutter ist weicher und hat einen milderen Geruch. Die Vitamine A und E tragen zu den antioxidativen Eigenschaften bei. Bei der Butter aus Kakaobohnen überwiegt die positive Wirkung gegen die Hautalterung, die ihr nachgesagt wird.

 

Und wie bewahrt man sie auf?

Bewahrt Ihr sie kühl und lichtgeschützt auf, dann ist sie mindestens zwei Jahre haltbar. Da Kakaobutter aber nicht ranzig wird, kann sie potentiell noch eine deutlich längere Haltbarkeit aufweisen. Vertraut deshalb auf Eure Sinne und schaut, ob die sie nicht noch immer genießbar ist.

 

Wie gesund ist Kakaobutter?

Laut Forschenden enthält sie viele gesunde Bestandteile, unter anderem Ölsäure, Palmitinsäure und Stearinsäure. Stearinsäure soll einen positiven Einfluss auf die Blutfettwerte haben.

 

Wann, wie und warum nutzt man sie?

Generell ist Kakaobutter für die Schokoladenherstellung wichtig. Ansonsten kommt sie auch in Pflegeprodukten für die Haut zum Einsatz. In der Küche kann sie wie andere Fette verwendet werden, insbesondere ist sie eine begehrte Zutat für alle, die sich vegan ernähren.

 

Wie gesund ist sie beim Einsatz in der Küche?

Sie verhält sich cholesterinneutral, ist also im Gegensatz zu anderen Fetten und Ölen relativ gesund. Praktisch ist auch die einfache Dosierung, denn grundsätzlich ist weniger Fett immer besser als mehr 🙂 .

Es sind noch Fragen offen geblieben? Meldet Euch gerne bei uns und wir erweitern diesen Text mit mehr spannendem Kakaobutter-Wissen!

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