Theobromin als Kariesschutz – ersetzt Schokolade bald Zahnpasta?

Schokolade als Zahnpasta-Ersatz? Fast. Wir klären, warum Theobromin bald Bestandteil von Zahnpasta sein könnte.

Caro
ARTIKEL VON Caro
7. Februar 2020
Kariesschutz für alle ©Unsplash
Kariesschutz für alle ©Unsplash

Schokolade verursacht Karies, oder? Nee, andersrum: Schokolade bekämpft Karies. Stimmt auch nicht ganz. Aber von vorne: Ein Forscherteam aus den USA hat die Wirkung von Theobromin auf Zahnschmelz untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass der Wunderstoff aus der Kakaobohne großes Potenzial hat. Theobromin ist in der Lage, die Zahnstruktur zu remineralisieren und zu schützen. Was das für unseren Schoko-Konsum bedeutet, erfahrt ihr jetzt.

 

Was ist nochmal Theobromin? 

Theobromin kommt aus dem Griechischen, von “theos” und “broma”: “Speise der Götter”. Das macht für alle Schokoladen-Liebhaber total Sinn, denn das Alkaloid ist in Kakao enthalten und somit auch in Schokolade, insbesondere in dunkler Schokolade mit hohem Kakaoanteil. Theobromin ist der Bestandteil, der stimmungsaufhellend und gefäßerweiternd ist – und uns bei Theyo unseren Namen gegeben hat. Er wirkt wie eine sehr milde Form von Koffein, stimuliert und belebt. Kurz: macht wach und glücklich. Seit Jahrhunderten ist Theobromin als Energielieferant und Hustenstiller bekannt. Und jetzt eben auch als Kariesschutz.

Schokokuchen gegen Karies? ©Unsplash

Schokokuchen gegen Karies? ©Unsplash

Theobromin gegen Karies

2012 untersuchten Forschende der University of Texas die Wirkung von Theobromin auf Zähne. Hierfür wurden im Labor Zähne entweder mit herkömmlicher fluoridhaltiger Zahnpasta oder mit Theobromin angereichertem Speichel versehen. Das Forscherteam fand heraus, dass sowohl die herkömmliche Zahnpasta als auch das Theobromin den Zahnschmelz remineralisierten und stärkten – das Theobromin sogar deutlicher als die Zahnpasta mit Fluorid. Theobromin scheint in der Lage zu sein, angegriffenen Zahnschmelz einerseits wieder aufzubauen und andererseits präventiv gegen Säure und Karies zu stärken. Wegen genau dieser Eigenschaften war bisher Fluorid kaum aus Zahnpasta wegzudenken. Das könnte sich jetzt ändern, denn Theobromin wirkt nicht nur besser, sondern auch in viel schwächerer Dosierung: für das gleiche Ergebnis würde laut Studie 71-mal weniger Theobromin als Fluorid benötigt werden.

 

Zähneputzen gegen Karies: immer noch die beste Methode ;) ©Unsplash

Zähneputzen gegen Karies: immer noch die beste Methode 😉 ©Unsplash

Schokolade statt Zahnpasta?

Können wir ab jetzt also Schokolade essen statt Zähne zu putzen? So einfach ist das leider nicht. Zunächst einmal enthält Schokolade zwar Theobromin, aber nur in sehr geringen Mengen. Hinzu kommt der Zucker, der in den meisten Schokoladen enthalten ist. Der ist tatsächlich eher für Karies verantwortlich als ihn zu bekämpfen.

Aber wer weiß … vielleicht wird es in naher Zukunft ja schon Zahnpasta mit dem Wirkstoff Theobromin zu kaufen geben? Bis dahin gilt: gerne Schoki genießen, aber Zähneputzen nicht vergessen. 😇

 

Übrigens: Noch mehr geballtes Schokowissen kriegt ihr hier und erfahrt, wie Schokolade gegen Stress wirken kann.

 

Quellen: 

Amaechi, B. T., Porteous, N., Ramalingam, K., Mensinkai, P. K., Ccahuana Vasquez, R. A., Sadeghpour, A., & Nakamoto, T. (2013). Remineralization of Artificial Enamel Lesions by Theobromine. Caries Research, 47(5), 399–405. doi:10.1159/000348589

 

 

 

 

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