Meet the Maker: köstliche Bean-to-Bar Schokolade von Q’uma

Francesca liebt Schokolade und ihr Heimatland Peru. Wir haben die Herstellerin köstlicher Bean-to-Bar-Schokoladen interviewen dürfen.

Caro
ARTIKEL VON Caro
28. Juni 2019
Eine Liebeserklärung an Schokolade und Peru ©Q'uma

Francesca Valdivia ist Schokoladenherstellerin aus Leidenschaft. Ihre Mission ist es, das volle Potenzial der vielfältigen Kakaolandschaft Perus auszuschöpfen und den Menschen vor Ort die Herstellung von edler Schokolade zu ermöglichen. Deshalb gründete sie 2014 Q’uma. Die hochwertigen Bean-to-Bar-Schokoladen von Q’uma schicken Menschen auf der ganzen Welt auf eine geschmackliche Entdeckungsreise durch die Vielfalt Perus.

Im Gespräch mit Theyo verrät Francesca Valdivia, wie sie zur Schokoladenherstellerin wurde, was für eine Rolle Frauen in der Branche spielen und welche Schokoladentafel sie mit auf eine einsame Insel nehmen würde.

 

Wie bist du dazu gekommen, Schokolade herzustellen?

Im Jahr 2014 habe ich eine Reise in den Regenwald von Peru gemacht, um zu lernen, wie Kakao geerntet wird. Ich habe dabei viele Kakaofarmer kennengelernt.

Und ein Gedanke hat mich nicht losgelassen: wir könnten hier in Peru wirklich Leben verändern, wenn wir den Kakao nicht einfach nur exportieren, sondern selbst weiterverarbeiten würden. Wir haben eine unglaubliche Vielfalt an Kakaosorten und könnten großartige Schokolade daraus herstellen.

Also habe ich noch im selben Jahr Q’uma gegründet.

 

Ihr habt jetzt schon ein breites Angebot an unterschiedlichen Schokoladentafeln. Wie kreiert ihr neue Geschmacksrichtungen?

Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen und lieben es, mit Kakaosorten aus unterschiedlichen Anbauregionen zu experimentieren. Wir haben sogar ein kleines Labor, das sogenannte “choco-lab”, in dem unser Team herumprobiert. Dabei ist es uns immer wichtig, lokale Zutaten zu verwenden, weil wir die Dinge hier in Peru verändern möchten. Und wir wollen gleichzeitig der Welt zeigen, was Peru zu bieten hat!

Hochwertige Schokolade kann nur aus hochwertigen Kakaobohnen hergestellt werden.

Was war der größte Fehler, den du gemacht hast? Hast du einen Tipp für angehende Schokoladenhersteller?

Ich habe seit meiner Gründung wirklich viel gelernt. Was ich angehenden Schokoladenherstellern dringend mitgeben möchte, ist: alles steht und fällt mit den Kakaobohnen. Du musst in Kontakt mit den Farmern stehen und genau wissen, wie sie den Kakao anbauen, ernten und weiterverarbeiten. Denn genau dort entsteht der Geschmack deiner Schokolade. Hochwertige Schokolade kann nur aus hochwertigen Kakaobohnen hergestellt werden.

Und ich bin der Überzeugung, dass Leidenschaft ein ganz wichtiger Faktor ist. Wenn du diese tiefe Begeisterung und Leidenschaft für Kakao und Schokolade hast, steht dir die ganze Welt offen. 

 

Die Vielfalt Perus erleben: in den Schokolade von Q’uma ©Q’uma

Hier in Deutschland ist wenig über die Schokoladenszene in Peru bekannt. Wie können wir uns diese Szene vorstellen und wie ist sie entstanden?

Der Ursprung des Kakaoanbaus liegt in Peru, genauer gesagt im Amazonasbecken. Hier wird schon seit sehr langer Zeit Kakao angebaut.

Peru blickt allerdings auf dunkle Zeiten zurück. In den 80er Jahren herrschte ein blutiger Binnenkonflikt und Drogen-Organisationen brachten Menschen gewaltsam unter ihre Kontrolle. Viele Farmer wurden dazu gezwungen, Kokapflanzen anzubauen. In dieser Zeit wurde Peru zu einem der größten Kokainexporteure der Welt. Heute sieht das zum Glück anders aus. Farmer bauen wieder Kakao an und schaffen somit die Lebensgrundlage für sich und ihre Familien. Heute ist Peru der zweitgrößte Produzent von Edelkakao. Edelkakao macht allerdings nur 5 % der Kakaoproduktion aus. Die übrigen 95 % sind Konsumkakao.

Übrigens wachsen in Peru 60 % aller Kakaosorten, die es auf der Welt gibt! 

Ich erfuhr, dass vielen Frauen in ländlichen Regionen trotz gleicher Arbeit weniger Rechte zustehen als Männern. Ich als Frau wollte das ändern.

Wie wählt ihr die Farmen aus, mit denen ihr zusammenarbeitet? Welche Rolle spielen dabei Farmerinnen? 

Momentan arbeiten wir mit drei verschiedenen Regionen zusammen: Amazonas, Cusco und Junin. Jede Region bringt einzigartige Kakaoaromen hervor. Wir möchten Menschen auf der ganzen Welt ermöglichen, durch unsere Schokoladen die verschiedensten Geschmacksrichtungen zu entdecken. 

Bei der Auswahl der Farmen legen wir Wert auf hohe Qualität und die Bereitschaft, sich gemeinsam mit uns weiterzuentwickeln. Uns sind langfristige Kooperationen wichtig.

Außerdem liegt uns die Zusammenarbeit mit Frauen sehr am Herzen. In der Anfangsphase von Q’uma hörten wir von Farmerinnen, die in Handarbeit Schokolade herstellten und in ihrer Community verkauften. Ich reiste in die Region, um mit ihnen über die Schokoladenherstellung zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Als ich dort ankam, war ich ziemlich überrascht, weil ich nur sehr wenige Frauen antraf. Es stellte sich heraus, dass die meisten Frauen keine Arbeitserlaubnis von ihren Ehemännern hatten. Ich erfuhr, dass vielen Frauen in ländlichen Regionen trotz gleicher Arbeit weniger Rechte zustehen als Männern. Ich als Frau wollte das ändern. Also begannen wir, speziell mit Farmen zusammenzuarbeiten, die von Frauen geleitet werden beziehungsweise Frauen und Männer gleich behandeln. So setzen wir uns für Gleichberechtigung in der Schokoladenherstellung ein.

 

Für welche Jahreszeit empfiehlst du Q’uma Schokolade?

Ich finde Schokolade zu jeder Jahreszeit super! Egal ob es draußen heiß oder kalt ist, Schokolade ist immer eine gute Idee.

 

In welcher Situation isst du am liebsten Schokolade?

In jeder! Ich beginne jeden Morgen mit Schokolade. Sie gibt mir Energie für den Tag. Ich genieße es auch sehr, gemeinsam mit Familie und Freunden Schokolade zu essen. 

 

Stadt, Land, Genuss. Wir haben das berühmte Spiel “Stadt, Land, Fluss” etwas abgewandelt …

Stadt: Wenn eure Schokolade eine Stadt wäre, welche wäre sie und warum?

Definitiv eine Stadt im Regenwald. Jeder Bissen unserer Schokolade ist eine geschmackliche Reise. Die exotischen Aromen der Schokolade geben Einblick in die großartige Vielfalt der Kakaopflanze und ihr Umfeld, die exotischen Tiere und all die anderen exotischen Pflanzen. Und wir wollen Einblick geben in die tolle Arbeit der Menschen, die dort leben.

 

Land: Welches Land ist dein Lieblingsanbaugebiet? Lass uns raten…Peru?

Natürlich Peru! Hier gibt es so viel zu entdecken. Kommt uns besuchen und seht selbst!

 

Welche Schokolade würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Eine klassische dunkle Schokolade von Q’uma.

 

Auf den Geschmack gekommen? Erlebe die Schokoladenvielfalt Perus und entdecke Schokoladen von Q’uma in unserem Onlineshop.

 

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